Dienstleistungs-Highlight

Einsatz gedruckter Elektronik beim Folienhinterspritzen

Dekorative Bedienpanels mit integriertem Display werden in einem Prozessschritt auf der Vorderseite mittles IMD-Technologie dekoriert und auf der Rückseite durch Hinterspritzen von Folien mit Leiterbahnen funktionalisiert.

Die Anforderungen in Bezug auf Funktionsintegration vor allem im Bereich der Elektronik steigen stetig. Es bestehen bereits verschiedene Technologien, um die benötigten Elektronikkomponenten in wenigen, automatisierten Arbeitsschritten in die Kunststoffbauteile einzubringen. Trotz der rasanten Entwicklung gestaltet sich die praktische Umsetzung aber häufig sehr herausfordernd.

 

Ziele des Projektes

Das Ziel des IWK ist es deshalb, bestehendes Know-how im Bereich der Funktionsintegration von gedruckter Elektronik zu bündeln und mit vier mitwirkenden Firmen in Praxisbauteile umzusetzen. Durch das Hinterspritzen der gedruckten Elektronik können die Firmen neuartige Bedienblenden wirtschaftlich in der Schweiz fertigen. Abbildung 1 zeigt eine am IWK hergestellte Bedienblende inkl. Dead-Front-Effekt.

 

Lösungsweg

Zusammen mit den Projektpartnern werden die Spezifikationen und Anforderungen für jede Kundenanwendung definiert. Wünschenswert sind z.B Gestensteuerung über eingebaute Näherungssensoren, multifunktionelle Touchdisplays sowie ein Deadfront-Effekt bei ausgeschaltetem Display. Die ersten Grundlagenversuche und Erarbeitung des Know-hows mit unterschiedlichen Folien und Kunststoffmaterialien finden an einer Versuchsblende (Bild 2) am IWK statt.

Neben der Entwicklung einer funktionalen Bedienblende muss deren Ansteuerung gewährleistet werden. Anhand einer Vitrine (Bild 3) mit vielfältigen Funktionen, wie z.B. Luftstrom regeln, Foto schiessen, Licht einstellen etc., möchten das ICOM (Institute for Communication Systems, HSR) und das IWK (Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung, HSR)das Potential der gedruckten Elektronik aufzeigen. Der Controller wird hierbei komplett vom ICOM entwickelt.

Gleichzeitig wird eine grössere Demonstratorenblende entwickelt, welche jeweils mit der firmeneneigenen Elektronik ausgerüstet wird